Schreibabys, Schreiambulanz, Dauerschreien

Dauerschreien, Schreibabys, Schreiambulanz

Exzessives Schreien bei Säuglingen und Kleinkindern können Eltern und Kind auf eine harte Probe stellen und die Beziehung zwischen ihnen erheblich belasten. Oft genug finden sich bei den Untersuchungen durch den ambulant tätigen Kinderarzt jedoch keine organisch fassbaren Ursachen hierfür – und das Kind schreit dennoch! Durch eine derartige Regulationsstörung betroffen, leidet nicht nur das Kind, sondern seine ganze Familie.

Wir helfen, wenn…

  • Ihr Kind wiederholt oder lang anhaltend schreit
  • Ihr Kind deswegen schon wiederholt bei Ihrem Kinderarzt vorgestellt worden ist und dieser keine organische Ursache hierfür finden konnte
  • Ihr Kind bereits in kleineren Frustrationssituationen über Gebühr schreit und aufgeregt ist
  • Ihr Kind ausschließlich Ihre körperliche Nähe einfordert und Sie sich dadurch in Ihrem Tagesablauf extrem eingeschränkt fühlen (z.B. Toilettengang, Duschen, etc.)
  • sich Ihre Kraftquellen mittlerweile erschöpfen
  • Sie sich selbst deswegen entweder übermüdet, unkonzentriert, hilflos oder gereizt erleben

Das Ziel der psychosomatischen Medizin der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen ist die vollständige und dauerhafte Beseitigung von Regulationsstörungen bei Säuglingen aber auch bei Kleinkindern. Das Team aus Ärzten und Therapeuten behandelt gemeinsam mit Ihnen die Ursachen dieser Probleme aus medizinischer und psychologischer Sicht sowie die das Störungsbild aufrechterhaltenden Bedingungen. Am Ende der Behandlung stehen eine adäquate Regulationsfähigkeit des Kindes und ein bedarfsgerechtes Artikulieren seiner Gefühle.

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Unter einer Regulationsstörung wird eine für den Entwicklungsstand des Säuglings bzw. Kleinkindes außergewöhnliche Schwierigkeit verstanden, sein Verhalten in einem oder mehreren Interaktions- und regulativen Kontexten angemessen zu regulieren.

Dazu gehören unter anderem:

  • Selbstberuhigung
  • Schreien
  • Schlafen
  • Füttern
  • Zwiegespräch und Spiel
  • kurze Trennung
  • Grenzsetzung

Der Säugling erscheint überreizt, quengelig und unruhig, die Schreiattacken treten anfallsartig und ohne erkennbaren Grund auf, seine Fähigkeit zur Selbstregulation ist deutlich eingeschränkt. Man spricht vom „unstillbarem Schreien“, da auch die Beruhigungsversuche der Bezugsperson keinen Erfolg zeigen.

Zu Beginn der Therapie werden alle relevanten Informationen erfasst, um daraus eine individuelle Behandlungsstrategie (Multimodale 3-Phasen-Therapie) abzuleiten, wobei die Regulationsstörung als Gesamtphänomen betrachtet und behandelt wird, und eine ständige medizinische Kontrolle erfolgt. Die Therapie beschränkt sich nicht nur darauf, die Akutsymptomatik zu beseitigen, sondern hat zum Ziel, die Anpassungsfähigkeit des Kindes nachhaltig zu normalisieren, die Persönlichkeit zu stärken und eine stabile und positive Kommunikation zwischen Eltern und Kind aufzubauen.

Dabei werden verhaltensmedizinische, entwicklungspsychologische, systemische, bindungstheoretische und psychodynamische Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. Die parallele therapeutische Bearbeitung verschiedener regulatorischer Störungskontexte (Essstörung, Schlafstörung, Unruhezustände, Trennungsängste usw.) mithilfe eines im Umgang mit diesen Störungsbildern erfahrenen Teams zeigt herausragende Effekte: das Kind pendelt sich in der Regel schnell unter strukturierten entspannten Rahmenbedingen in einen altersadäquaten Rhythmus ein. Dadurch bilden sich die anfallsartigen Schreiattacken und emotionalen Ausbrüche zurück. Die Bezugsperson wird schrittweise in ihrem Kompetenzgefühl bestärkt. Die positive gegenseitige Resonanz ermöglicht ihr wieder einen selbstständigen und sicheren Umgang mit dem Kind.

  • Terminvereinbarung nach Absprache
  • Ambulante Überweisung durch den Kinder- oder Hausarzt
  • Aufnahmealter: Säuglinge und Kleinkinder

Die Kosten der Therapie werden in aller Regel von den Krankenkassen übernommen.

Aufgrund der seit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten bestehenden Kompetenz der Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik, komplexe und komplizierte psychosomatische Krankheits- und Störungsbilder bereits ab dem Säuglingsalter stationär zu behandeln, bieten wir seit 2010 für Familien aus der Region zudem Hilfe durch unsere Schreiambulanz an.

Im Rahmen der Behandlung in der Schreiambulanz wird zu Beginn ein ausführliches Anamnesegespräch unter psychosomatischen, ganzheitlichen Aspekten durchgeführt. Anschließend wird mit den Eltern abgesprochen, wie durch Beratungen, verhaltenstherapeutische Maßnahmen und konkrete Hilfestellungen die Regulationsfähigkeit des Kindes gefördert werden kann. Eine solche Behandlung bedarf in der Regel mehrerer Termine, so dass die Behandlung einige Wochen in Anspruch nehmen kann.

Beratung und Anmeldung

Gern beraten wir Sie ausführlich zum Thema Dauerschreien bei Säuglingen und Kleinkindern

Sie erreichen uns:

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Freitag
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