Heuschnupfen, Allergien, Neurodermitis, Asthma

Allergien, Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen

Psychosomatische Erkrankungen, Angstzustände, Verhaltensauffälligkeiten sowie allergische Reaktionen bei Kindern sind komplexe Krankheitsbilder. Dies betrifft in besonderem Maße Allergien wie Neurodermitis, aber auch Asthma und Heuschnupfen.

Aus Sicht der psychosomatischen Medizin betrachten wir diese Erkrankungen als erworbene Störungen, deren Symptome und Krankheitsverläufe im Wesentlichen durch Stress, Anspannung sowie seelische Belastungs- und Konfliktsituationen verursacht bzw. beeinflusst werden und sich insofern mittels Verhaltenstherapien positiv beeinflussen lassen.

Wir helfen, wenn …

  • Sich Ihr Kind die Haut wegen Neurodermitis blutig kratzt
  • Sie schon Vieles ausprobiert haben, der Juckreiz und die Kratzattacken aber immer schlimmer werden
  • Ihr Kind oft hustet und chronisch entzündete Atemwege hat
  • Ihr Kind schwere Asthmaanfälle mit deutlicher Atemnot erleiden muss
  • Ihr Kind über längere Zeit geschwollene Schleimhäute (Nase, Augen) hat
  • Ihr Kind auf bestimmte Stoffe (z.B. Pollen, Gräser) mit Heuschnupfen reagiert
  • Ihr Kind allergische Reaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel zeigt

Das Ziel der psychosomatischen Medizin der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen ist die vollständige und dauerhafte Beseitigung von Störungsbildern wie starkes Hautjucken, allergisch bedingte Asthmaanfälle, Atemnot und Heuschnupfen – wenn irgend möglich, ohne die dauerhafte Gabe von Salben oder Medikamenten bzw. Einschränkungen bei der Ernährung.

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Frau Dr. Klüsener bei der Untersuchung
Frau Dr. Klüsener bei der Untersuchung

Im Rahmen einer stationär durchgeführten Therapie in der Fachabteilung Pädiatrische Psychosomatik, Allergologie und Pneumologie der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen werden allergische Reaktionen des Körpers in ihrer ganzen Komplexität betrachtet und behandelt. Unter ständiger medizinischer Kontrolle beschränkt sich die Therapie nicht nur darauf, die akuten Beschwerden zu lindern bzw. zu beseitigen, sondern hat die Wiederherstellung des ursprünglichen Gesundheitszustandes zum Ziel. Dabei soll eine normale Lebensführung ohne dauerhafte Einschränkungen (z.B. Ernährung, Anwendungen, Salben, Medikamente) möglich sein.

Am Anfang steht ein ausführliches Anamnesegespräch unter psychosomatischen Gesichtspunkten. Nach Erfassung aller relevanten Informationen wird darauf aufbauend eine individuelle Behandlungsstrategie (Multimodale 3-Phasen-Therapie) angewandt und ggfs. an die Bedürfnisse des Kindes angepasst. Neben der körperlichen Symptomatik haben sich bei den Erkrankten typische ungünstige Stress- und Verhaltensmuster entwickelt, die therapeutisch behandelt werden. Auch nach dem stationären Aufenthalt werden Kind und Bezugsperson durch das Therapeuten-Team über Kontrolltermine und Telefonberatungen weiter betreut.

Die Multimodale 3-Phasen-Therapie

  • Stationäre Einweisung durch den Kinder- oder Hausarzt
  • Mitaufnahme der Hauptbezugsperson des Kindes
  • Unterbringung im Eltern-Kind-Zimmer (bei Kindern ab 5 Jahren wird die Bezugsperson auf der Station getrennt untergebracht)
  • Behandlungsdauer: in der Regel 3 Wochen
  • Aufnahmealter: Säuglinge, Kleinkinder, Schulkinder und Jugendliche
  • Schulpflichtige Kinder nehmen am Unterricht in unserer Krankenhausschule teil (nicht mehr jedoch Sekundärstufe II)

Die Kosten der Therapie werden in aller Regel von den Krankenkassen übernommen.

Es besteht die Möglichkeit, unser Therapieverfahren innerhalb eines Schnuppertages kennenzulernen.

Da Abwehrvorgänge nicht, wie lange Zeit angenommen, ausschließlich autonom nach Fremdstoffkontakt ablaufen, sondern größtenteils zentral über den Hypothalamus gesteuert werden, ergibt sich daraus das Verständnis der Neurodermitis als eine erworbene Veränderung in der Regulation des Immunsystems. Bei dessen funktionaler Steuerung sind emotionale Prozesse in hohem Maße beteiligt. Durch unkontrollierbaren Stress kommt es bei dem Betreffenden zu einer Fehlinnervation der Haut: Eosinophile und Helferlymphozyten führen zu einer chronischen Entzündung. Die Neurodermitis läuft dabei in zwei Phasen ab, wobei die Symptome zum Teil maskiert werden und eine Zuordnung zu äußeren Belastungen erschwert wird. Ungünstige Copingstrategien sowie die mit der Erkrankung einhergehende unspezifische Stressstörung lassen den Krankheitsverlauf für den Betreffenden unkontrollierbar erscheinen, was in einen Teufelskreis von Angst, Frustration und Hilflosigkeit führt. Über die Reaktionen der Bezugspersonen, die diese Prozesse ungewollt verstärken, und einen weiteren Selbstwertverlust bei dem Erkrankten zur Folge haben, kommt es zur Chronifizierung. Familiäre Disposition, Umwelteinflüsse und Persönlichkeitsmerkmale spielen hierbei nur eine untergeordnete Rolle.

Die Therapie konzentriert sich auf die Verbesserung der Stressbewältigungsfähigkeiten mittels Autogenem Training und Interventionen im Sinne eines Stressimpfungstrainings (in Kombination mit spezifischer Exposition). Grundsätzlich wird die Familie mit in die Therapie eingebunden, um Schuldkomplexe abzubauen und die Compliance zu verbessern. Kurzfristig werden belastende Stoffe z.B. über eine Nahrungsumstellung vermieden, Salben und Medikamente werden nur im Akutfall eingesetzt. Alle Programmbausteine sind standardisiert und modulförmig aufeinander aufgebaut. Schon während des stationären Aufenthaltes ist in der Regel eine deutliche Reduktion an Intensität und Häufigkeit des Kratzverhaltens der Kinder zu beobachten. Der zeitliche Rahmen der Behandlung erstreckt sich insgesamt auf ca. 1 – 1½ Jahre nach dreiwöchigem stationärem Aufenthalt. Erwartet wird eine Wiederherstellung des ursprünglichen Gesundheitszustandes ohne entscheidende Einschränkungen in der Lebensführung bzw. dauerhaften Einsatz von Anwendungen. Die Nachbetreuung erfolgt u.a. über regelmäßige Kontrolltermine in der Klinik und über ein seit mehr als 25 Jahren bestehendes bundesweites Netzwerk von Selbsthilfegruppen (AUK), sowie über Vorträge und Seminare.

Beratung und Anmeldung

Gern beraten wir Sie ausführlich zur Therapie gegen Allergien, Neurodermitis, Asthma und Heuschnupfen.

Oder melden Sie sich und Ihr Kind zu einem unverbindlichen Schnuppertag an.

Sie erreichen uns:

Montag bis Donnerstag
07:30 bis 13:00 Uhr und 14:00 bis 16:00 Uhr
Freitag
07:30 bis 13:00 Uhr und 13:30 bis 14:30 Uhr

Info-Telefon: 0209 369-227

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